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die Website für Kokereien, Bergwerke und mehr


Glück auf!

Wir freuen uns, Sie auf dieser Website begrüßen zu dürfen. Diese Internetpräsenz widmet sich der Geschichte, Technik und Bedeutung ausgewählter Kokereien des Ruhrgebiets und der angrenzenden Industrieregion. Im Mittelpunkt stehen die Kokerei August Thyssen, die Kokerei Friedrich Thyssen 4/8, die Kokerei Westende sowie die HOAG-Kokereien Osterfeld und Jacobi. Ergänzt werden diese durch Einblicke in die Zechenkokereien Dahlbusch und Eintracht Tiefbau Schacht II.

Neben historischen Hintergründen und umfangreichem Bildmaterial finden Sie hier detaillierte Informationen zu den Verfahrensabläufen der Kokserzeugung, zum Aufbau und zur Funktionsweise verschiedener Koksofenbatterien sowie zur Behandlung des Koksofengases. Eine grundlegende Einführung in diese Themen bietet der Bereich "Was ist eine Kokerei?".

Darüber hinaus führt die Website zu weiteren Orten der Industriekultur, unter anderem zur Zeche Ewald und nach dem Hüttenwerk Oberhausen (HOAG, später Thyssen Niederrhein Oberhausen (TNO)), und verbindet technische Dokumentation mit Zeichnungen und fotografischen Eindrücken.

Wir laden Sie ein, diese Seiten in Ruhe zu erkunden und in die faszinierende Welt der Kokereien und der Montanindustrie einzutauchen.

Harald und Michaela

  • Titelbild 1: Batterie I von 1925 auf der der Zeche Emscher der Köln-Neuessener Bergwerksvereins der Koksofenbau- und Gasverwertungs-A.-G. bestehend aus 20 Öfen.
    (aus: 25 Jahre Didier-Kogag: Koksofenbau- und Gasverwertungs-A.-G., 1941)
  • Titelbild 2: Arbeiten an einer Koksofenbatterie der Kokerei Jacobi (© Fotosammlung Peter Andreas Langisch)
  • Titelbild 3: Blick auf Batterie IV und III mit Kokskohlenturm 3 (© Fotosammlung Andreas Hotzky)
  • Titelbild 4: Druckmaschine der Batterie 4 der Kokerei August Thyssen (© Fotosammlung Andreas Hotzky)
  • Titelbild 5: Auf der weißen Seiter der Kokerei August Thyssen (© Fotosammlung Peter Liszio, Kokerei Schwelgern)


Aktuelles und Interessantes auf einen Blick:


 Industriekultur zum Mitnehmen

Im kleinen Kokerei-Shop finden Sie ausgewählte Artikel rund um Kokereien, Hüttenwerke und industrielle Geschichte – von Tassen mit historischen Motiven bis zu Kalendern mit Archivaufnahmen. Zum kleinen Kokereishop


 Klang & Industrie 🎧

Der Track "Hochofen A" von black-tech verbindet elektronische Musik mit industrieller Klangästhetik und greift Themen dieser Website musikalisch auf. Mehr zur Musik: black-tech music



Übrigens: Auf der Seite HOAG gibt es nicht nur Wissenswertes zu dem Hüttenwerk Oberhausen sondern auch Einblicke in das ausgefüllte Leben des Vaters der Autorin dieser Website!

Mehr Interessantes

Malerei

Meine zeichnerische und malerische Arbeit ist eng mit meiner Faszination für die Schwerindustrie verbunden, insbesondere für Kokereien. Die monumentalen Anlagen, ihre komplexen Strukturen und ihre industrielle Ästhetik bilden den Ausgangspunkt meiner Bilder.

Inspiriert von Besuchen von noch aktive Werksanlagen ebenso wie von Erinnerungen an vergangene Zeiten entstehen Arbeiten in unterschiedlichen Techniken – von Öl auf Silikastein bis zu Teerfarben und Graphit auf Papier.

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Urban Exploring

Über mehr als zwanzig Jahre habe ich das Ruhrgebiet fotografisch erkundet. Mein Schwerpunkt lag auf verlassenen Orten der Schwerindustrie. Viele dieser Aufnahmen haben heute historischen Charakter, da die meisten Anlagen nach ihrer Stilllegung abgerissen wurden.
Die Fotografien sind ein dokumentarisches Festhalten von Vergänglichkeit – Spuren einer industriellen Landschaft, die es so kaum noch gibt.

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Die Technik

Einst waren mehr als 100 Kokereien im Ruhrgebiet in Betrieb. Sie prägten mit ihren weithin sichtbaren weißen Löschwolken und rauchenden Schloten mit das Image vom rußigen Kohlenpott. Heute gibt es nur noch drei Kokereien, die im Revier Koks herstellen: Die Kokerei Schwelgern in Duisburg, Kokerei Prosper in Bottrop und die Krupp Mannesmann - Kokerei in Duisburg Huckingen.

In den Kokereien stand die Produktion des Kokses für die Hochöfen und Gießereien im Vordergrund. Das entstehende Gas wurde zum Teil zur Unterfeuerung der eigenen Koksöfen oder für die Industrie verwendet, zum Teil gereinigt und verdichtet als Stadtgas in das Verbrauchernetz eingespeist. Dagegen war der Verfahrensablauf im Gaswerk auf die Produktion von Gas ausgerichtet.

Wo keine Kokereien sich mehr rentierten errichtete man Gaswerke (Gasanstalten), in denen das Stadtgas erzeugt wurde.

Zur Veranschaulichung der Stadtgasproduktion betrachten wir exemplarisch das Gaswerk Herten i. Westfalen.

Einige Informationen

Die Kokerei


Verfahren

In einer Kokerei werden gewisse Arten von Steinkohle unter annäherndem oder vollständigem Luftabschluß erhitzt. Der verbleibende feste, mehr oder weniger dichte Rückstand ist Koks der für der Verhüttungsprozeß von aufbereiteten Eisenerzen benötigt wird.
Neben Koks fallen Gas und Teer als "Kuppelprodukte" an.

Kuppelprodukte

Als Kuppelprodukte werden Produkte bezeichnet, die in einem Produktionsprozeß simultan entstehen, d.h. aus naturgesetzlichen und/oder technischen Gründen zwangsläufig anfallende Produkte. So gibt es kein Koks ohne Gas und ohne Teer.

Koksabwurframpe
Gasbehandlung
Becherglas Teer
Teerscheider

Der Teer

Steinkohlenteer war lange unerwünschtes Produkt in der Koks- und Leuchtgasproduktion. Man wußte nichts mit der schwarzen Masse anzufangen und lagerte es teilweise in Erdlöchern ein bis die chemische Industrie etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ihn für sich entdeckte. So wurde der Teer sehr schnell ein sehr geschätztes Ausgangsmaterial für Benzol, Toluol und anderen für die neue Industrie notwendigen organischen Verbindungen.

Heute ist das Hauptprodukt der Steinkohlenteerdestillation das Pech, ein heterogenes Gemisch aus schwerflüchtigen, in erster Linie aromatischen Verbindungen.

Steinkohlenteerverwendung heute

Man unterscheidet in Weich- und Festpech. Letzteres wird durch eine weitere Destillation gewonnen. Herstellung für Kohlenstoff- oder Graphit-Anoden und auch Feuerfestkleber.

Auch in der Medizin wird Steinkohlenteer und seine Extrakte verwendet. Therapie der Psoriasis, chronischen Ekzemen und bei Neurodermitis.

Das bei der Steinkohlenteerdestillation anfallende Teeröl wird im Furnacerußverfahren zur Produktion von Industrieruß verwendet (Schwarzpigment "Carbon Black" in der Reifenindustrie).

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Ruhrgebietsimpressionen

... als die Seilscheiben sich noch drehten

 

Roheisentransport
drehende Seilscheibe

 

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