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Ihrem Zugang zur Welt der Kokereien


Glück auf!


Diese Website widmet sich der Geschichte, Technik und industriellen Bedeutung ausgewählter Kokereien. Im Zentrum stehen die Kokerei August Thyssen, die Kokerei Friedrich Thyssen 4/8, die Kokerei Westende sowie die HOAG-Kokereien Osterfeld und Jacobi. Eine grundlegende Einführung in die Verfahrenstechnik einer Kokerei bietet der Bereich "Kokereien verstehen - Technik, Bedeutung, Geschichte", in dem die Funktionsweise einer Kokerei exemplarisch anhand der Kokerei Schwelgern erläutert wird. Ergänzt wird dieser Kern durch Einblicke in die Zechenkokereien Dahlbusch und Eintracht Tiefbau Schacht II, Standorte, an denen die Entwicklung der Kokserzeugung über Jahrzehnte sichtbar wird.

Ein besonderer Blick gilt zudem dem Gaswerk Herten, dessen Anlagen zwar nicht der klassischen Kokerei mit Horizontalkammeröfen entsprachen, jedoch eng mit der regionalen Gasproduktion und der Nutzung von Kohle als Energieträger verbunden waren. Die Gegenüberstellung dieser unterschiedlichen technischen Verfahren verdeutlichen die Vielfalt der historischen Gasgewinnung im Ruhrgebiet.

Neben historischen Hintergründen finden Sie technisch fundierte Darstellungen der Verfahrensabläufe, vom Füllen der Öfen über das Drücken oder Klassieren des Kokses bis zur Gasreinigung. Detaillierte Beschreibungen verschiedener Koksofenbatterien, ihrer Konstruktion und Funktionsweise, sowie die Behandlung des Koksofengases sowie Verwertung des Teeres bilden den technischen Schwerpunkt dieser Seiten.

Darüber hinaus führt die Website zu weiteren Orten der Industriekultur darunter die Zeche Ewald und das Hüttenwerk Oberhausen (HOAG/TNO) und verbindet technische Dokumentation mit Zeichnungen, Fotografien und industriellen Atmosphären.

Diese Seiten eröffnen einen Raum, der dazu einlädt, die vielschichtige Welt der Kokereien in Ruhe zu erkunden. Dort, wo Kohle zu Koks wird, Gas zu Energie und Technik zu Kultur.

  • Titelbild 1: Batterie I von 1925 auf der der Zeche Emscher
  • der Köln-Neuessener Bergwerksvereins der Koksofenbau- und Gasverwertungs-A.-G. bestehend aus 20 Öfen.
    (aus: 25 Jahre Didier-Kogag: Koksofenbau- und Gasverwertungs-A.-G., 1941)
  • Titelbild 2: Arbeiten an einer Koksofenbatterie der Kokerei Jacobi (© Fotosammlung Peter Andreas Langisch)
  • Titelbild 3: Blick auf Batterie IV und III mit Kokskohlenturm 3 (© Fotosammlung Andreas Hotzky)
  • Titelbild 4: Ofenbatterie der Kokerei Schwelgern (© Michaela Barz-Berg)
  • Titelbild 5: Auf der weißen Seiter der Kokerei August Thyssen (© Fotosammlung Peter Liszio, Kokerei Schwelgern)


Aktuelles und Interessantes auf einen Blick:


 Industriekultur zum Mitnehmen

Im kleinen Kokerei-Shop finden sich ausgewählte Stücke aus der Welt der Kokereien und Hüttenwerke - Tassen, T-Shirts und Kalender mit Archivmotiven, die die industrielle Ästhetik dieser Orte bewahren. Zum kleinen Kokerei-Shop





Auf der HOAG-Seite verbindet sich die Geschichte des Hüttenwerks Oberhausen mit persönlichen Einblicken in das Leben des Vaters der Autorin.

Mehr Interessantes

Malerei

Meine zeichnerische und malerische Arbeit ist eng mit meiner Faszination für die Schwerindustrie verbunden, insbesondere für Kokereien. Die monumentalen Anlagen, ihre komplexen Strukturen und ihre industrielle Ästhetik bilden den Ausgangspunkt meiner Bilder.

Inspiriert von Besuchen von noch aktive Werksanlagen ebenso wie von Erinnerungen an vergangene Zeiten entstehen Arbeiten in unterschiedlichen Techniken – von Öl auf Silikastein bis zu Teerfarben und Graphit auf Papier.

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Electronica

"You", ein Downtempo-Track in c-Moll mit 90 BPM, verbindet tiefen Subbass und eine druckvolle Kickdrum mit einer feinen menschlichen Note, eingebettet in eine klar industrielle, kokereinahe Klangästhetik.

Weitere Einblicke in Klang und Industrieästhetik
finden sich unter black-tech music:

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Die Technik

Einst arbeiteten über hundert Kokereien im Ruhrgebiet. Charakteristisch waren die weißen Löschwolken, die das industrielle Bild des Reviers über Jahrzehnte bestimmten während parallel immer effektivere technische Systeme entwickelt wurden, um Emissionen zu reduzieren, sei es durch größere Ofenkammern mit weniger Ofenspielen oder durch zunehmend leistungsfähige Filter- und Wärmerückgewinnungstechnik. Heute produzieren nur noch drei Anlagen im Revier Koks: die Kokerei Schwelgern in Duisburg, die Kokerei Prosper in Bottrop und die HKM-Kokerei in Duisburg-Huckingen.

Im Mittelpunkt der Kokereien stand die Herstellung von Koks für Hochöfen und Gießereien. Das entstehende Gas diente teils der Unterfeuerung der eigenen Öfen oder der Industrie, teils wurde es gereinigt, verdichtet und als Stadtgas in das Verbrauchernetz eingespeist. Gaswerke hingegen waren vollständig auf die Produktion von Stadtgas ausgerichtet.

Dort, wo sich Kokereien nicht mehr rentierten, entstanden Gaswerke (Gasanstalten), in denen das Stadtgas erzeugt wurde.

Zur Veranschaulichung der Stadtgasproduktion wird exemplarisch das Gaswerk Herten i. Westfalen betrachtet.

Einige Informationen

Die Kokerei


Verfahren

In einer Kokerei werden ausgewählte Sorten von Steinkohle unter nahezu vollständigem Luftabschluss erhitzt. Die flüchtigen Bestandteile entweichen, die festen Kohlenstoffstrukturen bleiben zurück. Der entstehende Koks ist ein druckfester, hochkohlenstoffhaltiger Werkstoff - je nach Qualität als Hochofenkoks oder Gießereikoks eingesetzt.
Parallel entstehen zwangsläufig Kokereigas und Steinkohlenteer: Produkte, die aus dem thermischen Zersetzungsprozess naturgesetzlich hervorgehen.
Diese drei Stoffe bilden den Kern der klassischen Kokereitechnik: Koks als Hauptprodukt, Gas und Teer als technisch unvermeidbare Begleiter.


Kuppelprodukte

Kuppelprodukte sind Stoffe, die aus naturgesetzlichen oder technischen Gründen simultan entstehen. Für die Kokerei bedeutet das: Kein Koks ohne Gas. Kein Koks ohne Teer.

Der Prozess ist untrennbar und zeigt die industrielle Eleganz eines Systems, das aus einem Rohstoff mehrere nutzbare Produkte erzeugt.


Der Teer

Steinkohlenteer war in der frühen Koks- und Leuchtgasproduktion ein unerwünschtes Nebenprodukt. Die zähflüssige Masse ließ sich kaum lagern oder verwerten; teilweise wurde sie in Erdmulden eingelagert.
Mit dem Aufkommen der organischen Chemie im 19. Jahrhundert änderte sich das grundlegend: Teer wurde zum Ausgangsstoff für Benzol, Toluol und zahlreiche aromatische Verbindungen: Bausteine einer Industrie, die gerade erst entstand.
Heute ist das Hauptprodukt der Steinkohlenteerdestillation das Pech: ein komplexes Gemisch schwerflüchtiger, überwiegend aromatischer Verbindungen.


Steinkohlenteerverwendung heute

Man unterscheidet in Weich- und Festpech. Letzteres wird durch eine weitere Destillation gewonnen. Herstellung für Kohlenstoff- oder Graphit-Anoden und auch Feuerfestkleber.

Auch in der Medizin wird Steinkohlenteer und seine Extrakte verwendet. Therapie der Psoriasis, chronischen Ekzemen und bei Neurodermitis.

Das bei der Steinkohlenteerdestillation anfallende Teeröl wird im Furnacerußverfahren zur Produktion von Industrieruß verwendet (Schwarzpigment "Carbon Black" in der Reifenindustrie).




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Ruhrgebietsimpressionen

... als die Seilscheiben sich noch drehten

 

Roheisentransport
drehende Seilscheibe

 




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